Drogenprävention auf Augenhöhe: Landauer Autor Daniel Gebhart liest am Max-Slevogt-Gymnasium aus seiner Biografie „Strassenstaub“ und berichtet über seinen Weg aus der Sucht

Oberbürgermeister Dominik Geißler (r.) im Gespräch mit dem Landauer Autor Daniel Gebhart.

Landau I Auch wenn du ganz tief unten bist, kannst du es schaffen“: Wenn Daniel Gebhart von Drogenmissbrauch und übermäßigem Alkoholkonsum schreibt, weiß er ganz genau, wovon er spricht. Der 36-jährige Landauer versuchte in seiner Jugend nach mehreren Schicksalsschlägen sein Glück in Alkohol und Drogen zu finden und schaffte nach vielen gescheiterten Versuchen letztendlich doch den Absprung in ein normales Leben. Diese Erfahrungen hat Daniel Gebhart in seinem Buch „Strassenstaub“ verarbeitet und möchte damit Jugendlichen, die ihren Halt verloren haben, Mut machen und sie dabei unterstützen, ihren Weg zu gehen. Ebenfalls Teil seiner Arbeit: Lesungen an Schulen, bei denen er mit jungen Menschen direkt ins Gespräch kommt – Drogenprävention auf Augenhöhe quasi.

„Daniel Gebhart hat vorgemacht, dass man es auch nach einem Absturz ins Drogenmilieu schaffen kann, wieder in ein geregeltes Leben zurückzufinden und berichtet ganz authentisch und unverblümt von seiner Jugend“, erklärt Oberbürgermeister Dominik Geißler, der jetzt eine Lesung des Landauer Autors am Max-Slevogt-Gymnasium besuchte. „Ich finde es großartig, dass er Jugendliche an seinen Erfahrungen teilhaben lässt und sie darin bestärkt, an sich zu glauben. Ein ganz besonderer Beitrag zur Suchtprävention an Schulen“, so der Stadtchef.

In Zusammenarbeit mit seinem Verlag entstehen gerade weiterführende Unterrichtsmaterialien, berichtet Daniel Gebhart. „Ich bin in ganz Deutschland für Lesungen an Schulen unterwegs, habe gerade „Strassenstaub“ als Hörbuch eingesprochen und arbeite schon an meinem zweiten Buch“, so der Autor. Im Roman „Vergessene Kinder“ erzähle er diesmal eine fiktive Geschichte über Jugendliche im Corona-Lockdown und die Folgen von zwei Jahren Isolation. (vw)

Weitere Informationen zu Daniel Gebhart und seiner Arbeit sind online unter www.strassen-staub.de zu finden.